Im Rahmen einer Pressekonferenz am heutigen Mittwoch berichtete die Volkspartei Niederösterreich über das Voranschreiten der niederösterreichischen Kinderbetreuungsoffensive. VPNÖ-Landesgeschäftsführer LAbg. Matthias Zauner betonte eingangs mit Blick auf den Start der Initiative im Herbst 2022: „Was damals von Kritikern als ‚Wahlkampfschmäh‘ abgetan wurde, biegt jetzt ins 5. Jahr und damit auf die Zielgerade ein. Die Kinderbetreuungsoffensive schreitet Schritt für Schritt voran und zeigt: Unser eigenständiger niederösterreichischer Weg wirkt. Im Mittelpunkt steht für uns dabei eines: Jede Familie, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind in Anspruch nehmen will, soll auch einen erhalten – die Entscheidung darüber liegt zur Gänze bei den Eltern selbst. Damit schaffen wir echte Wahlfreiheit und machen klar: Wir sind Kinderösterreich. Ein großes Danke spreche ich unseren Gemeinden aus, ohne die dieser Kraftakt nicht möglich wäre. Unser Leitsatz bleibt: vormittags gratis, nachmittags leistbar.“
Mit 3.680 Gruppen hat Niederösterreich so viele wie kein anderes Bundesland. Im Vorjahr entfielen mehr als die Hälfte aller bundesweit neu geschaffenen Gruppen (88 von 174) auf Niederösterreich. Und bei den Zweijährigen ist Niederösterreich mit einer Besuchsquote von knapp 85 Prozent Spitzenreiter. „97,5 Prozent aller Kindergärten entfallen bei uns auf öffentliche Erhalter. Damit bieten wir höchste Qualität, verhindern Förderskandale wie in Wien und vermitteln unseren Jüngsten schon früh zentrale Werte“, so Zauner.
VPNÖ-Familiensprecherin und Obfrau des Familienbund NÖ, LAbg. Doris Schmidl, unterstrich die Vorreiterrolle Niederösterreichs: „Niederösterreich hat sich seit 2018 hinsichtlich der VIF-Konformität massiv gesteigert. Dieser Indikator misst die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für uns zählen aber nicht nur die Quoten, sondern die praktische Tauglichkeit. Daher orientiert sich das Betreuungsangebot in den Gemeinden am tatsächlichen Bedarf der Eltern. In der Praxis heißt das: Betreuungseinrichtungen öffnen oftmals schon vor den eigentlichen Öffnungszeiten, schließen aber auch früher, wenn kein Kind angemeldet ist. Ich danke allen Betreuerinnen und Betreuern, die hier so große Flexibilität an den Tag legen und unsere Kinder für ihre beste Zukunft täglich liebevoll betreuen.“
Bürgermeister David Berl aus Laxenburg hob die Partnerschaft zwischen Land und Gemeinden hervor: „Die Kinderbetreuungsoffensive ist ein gemeinsamer Kraftakt von Land und Gemeinden, sie ist vor allem aber eine Erfolgsgeschichte. Wir haben in Laxenburg erst im September eine neue Kindergartengruppe eröffnet und können damit den Betreuungsbedarf vollständig decken. Das direkte Feedback der Eltern zeigt, dass wir damit für tatsächliche Entlastung im Alltag sorgen. Zudem stärkt der Ausbau die regionale Bauwirtschaft und sichert heimische Arbeitsplätze. Mit der Betreuungsoffensive werden auch wir in den Gemeinden unserer Verantwortung gerecht.“
Genehmigt werden können neue Projekte im Schul- und Kindergartenfonds noch bis Ende 2027. Seit Start der Initiative wurden landesweit bereits über 600 neue Gruppen bewilligt. Der Anteil an VIF-konformen Plätzen hat sich bei den Null- bis Zweijährigen seit 2018 von 31,3 Prozent auf 62,6 Prozent verdoppelt. Bei den Drei- bis Fünfjährigen ist der Wert im selben Zeitraum von 20 Prozent auf 55,4 Prozent massiv gestiegen.




